Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Baugrunderkundungen

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Bau einer Bahnstrecke und insbesondere eines Tunnelbauwerks sind genaue Kenntnisse über die Beschaffenheit des Baugrunds. Im Hinblick auf die größtmögliche Planungssicherheit wurde, für das Projekt Güterzugstrecke, ergänzend zu den vorangegangenen Erkundungsmaßnahmen, in den vergangenen zwei Jahren, ein weiteres umfangreiches Erkundungsprogramm durchgeführt.

Vor Beginn der Erkundungsarbeiten wurden eventuell im Untergrund verbliebene Kampfmittel aus der Zeit des zweiten Weltkrieges sondiert, um Gefahren für Anlieger und das Bohrpersonal auszuschließen.

Im Jahr 2010 wurden ca. 1900 zusätzliche Bohrmeter abgeteuft, um den Untergrund zwischen Nürnberg Kleinreuth und Fürth Steinach näher zu untersuchen. Dabei wurden lotrechte und schräge Kernbohrungen ausgeführt, weitere Grundwassermessstellen eingerichtet und der Baugrund durch Schürfe und Rammsondierung erkundet.

Bohrarbeiten Sommer 2010
Bohrarbeiten Sommer 2010 (Foto: DB AG)
Bohrkerne in Kisten
Bohrkerne in Kisten (Foto: DB AG)

In den vergangenen Monaten wurden die entnommenen Proben und durchgeführten Laborversuche ausgewertet, aufbereitet und zu einem Baugrundgutachten zusammengestellt. Die Ergebnisse aus früheren Erkundungskampagnen flossen in das Gutachten ein.

Die ergänzenden Untersuchungen lieferten weitere wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung der Tunnelbohrmaschine. Darüber hinaus wurden die verdichteten Kenntnisse zu den örtlichen Grundwasserverhältnissen in Nürnberg und Fürth für die Planung eines sicheren Vortriebs herangezogen. Anhand eines dreidimensionalen Grundwassermodells wurde der Tunnelvortrieb bereits numerisch simulieren; aus diesen Simulationen lassen sich die Auswirkungen auf das Grundwasser prognostizieren und die erforderlichen Gegenmaßnahmen ableiten. Um die vorherrschenden Grundwasserverhältnisse detailliert zu erfassen, wird zusätzlich im Vorfeld und während des Baus ein umfassendes Grundwassermonitoring durchgeführt.

Zahlen und Fakten

Kernbohrungen (Tiefe bis ca. 50 m)61 Stk.
Sondierbohrungen (Kleinbohrungen)15 Stk.
Schwere Rammsondierungen (Tiefe bis ca. 20 m)64 Stk.
Schürfe Aufschlüsse (Tiefe bis ca. 4 m)16 Stk.
Herstellung GW-Messstellen (Durchmesser 6“)8 Stk.

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Bahn in Europa: Stärken – Verbinden

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